Diese Fragen stehen im Zentrum der der Forschungsgruppe dieser Professur. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Schweiz im «langen 19. Jahrhundert». Obwohl die Schweiz über kein formelles Kolonialreich verfügte, war sie in vielfältiger Weise in den europäischen Imperialismus eingebunden – etwa durch missionarische, kommerzielle, finanzielle, wissenschaftliche oder militärische Netzwerke. Die Analyse des Schweizer Falls erlaubt es, über eine auf den Wettbewerb zwischen formellen Imperien verengte Perspektive hinauszugehen und stattdessen transimperiale Netzwerke sowie Formen der Kooperation zwischen verschiedenen europäischen Akteuren sichtbar zu machen. Vor diesem Hintergrund untersucht die Forschungsgruppe, wie aus globalen Kontexten imperialer Expansion Prozesse europäischer Integration hervorgehen konnten.
Diese Forschungsgruppe arbeitet mit der Universität Lausanne zusammen und hat folgende Mitarbeiterinnen:
- Izabel Barros: Doktorantin – Université de Lausanne
- Dr Amal Shahid: Postdoktorantin – Université de Lausanne