Öffentlichen Konferenzen

Als universitäres Institut möchte die FernUni Schweiz auch einen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit in der Region leisten und organisiert darum öffentliche Konferenzen (Konferenzen, Podiumsdiskussionen) zu aktuellen Themen. Ziel ist es, den Wissensaustausch zu fördern und Themen wie die kulturelle, soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft, aber auch den Einfluss neuer Technologien, aufzunehmen.

Wir bieten auch mehrere Events auf Französisch an. Hier geht es zum Programm.

Konferenzzyklus 2018-2019

Wo steht der Mensch in der digitalisierten Welt ?

Die Menschen und die Gesellschaft werden sich laufend bewusst, wie stark der Verlust an Einfluss und Freiheit ist, den wir aufgrund der rapiden technologischen Entwicklung erleiden. Öffentliche und private Institutionen besitzen und vertreiben Technologien, die uns das Leben erleichtern und einen grösseren Komfort bringen. Gleichzeitig werden damit viele Entscheidungen und Kontrollmechanismen an Maschinen übertragen und an die Algorithmen, denen sie folgen. Es stellen sich die Fragen, ob der Mensch dadurch nicht an Selbstbestimmung und an Kompetenzen verliert? Wo liegt die Limite bei der Übertragung von Verantwortung an Maschinen und Programme? Wie werden die künftigen Generationen auf den Umgang mit Technologien vorbereitet, von denen wir oft noch selber nicht genau wissen, wie sie sich auswirken werden? Kann der Mensch angesichts dieser atemberaubenden Entwicklung seine Autonomie erhalten?


e-Governance - Neue Technologien als Chance und Gefahr im Prozess der Demokratie ?

Freitag 17. Mai 2019World Nature Forum, Naters, 18h30

Unsere demokratischen Gesellschaften sind in hohem Mass vom freien und transparenten Zugang zu Informationen abhängig. Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich auf die Zuverlässigkeit von Angaben und Aussagen verlassen können, um politische Entscheidungen zu treffen. Der Wahrheitsgehalt unterschiedlicher Inhalte soll abgeschätzt und Manipulationsversuche aufgedeckt werden.

Die Verwendung moderner Technologien hat bereits heute die Demokratie grundlegend verändert: Im Wahlkampf werden Telefonnummern von Algorithmen verwendet, um bestimmte Bevölkerungssegmente gezielt anzusprechen. Die Netzwerke der «social media» werden wirkungsvoll verwendet, um die Menschen bei politischen Wahl- und Abstimmungskampagnen zu mobilisieren. Die Bürger hinterlassen im Internet spuren, die von privaten und öffentlichen Akteuren für gezielte Werbung verwendet werden kann. Einflussversuche auf die öffentliche Meinung erfolgen mittels Programmen, deren Finanzierung und Herkunft oft nicht nachvollzogen werden kann.

  • Wie kann zum Beispiel die Sicherheit des E-Voting garantiert werden? Oder ist das elektronische Abstimmen umgekehrt sicherer als die briefliche Stimmabgabe?
  • Wie wirkt sich der technologische Wandel auf die direkte Demokratie aus? Ist die Schweiz auf ausländische Einflussversuchen vorbereitet und wie schützt sie sich davor?
  • Wie verwenden die hiesigen Politikerinnen und Politiker die neuen Technologien in ihrem Engagement? Nutzen sie das Potential aus und sind sie sich der Risiken bewusst?

Referenten (zu bestätigen)

  • Walter Thurnherr, Bundeskanzler
  • Dr. Fabrizio Gilardi, Universität Zürich, Institut für Politikwissenschaft

Anmeldung einen Monat vor der Konferenz hier möglich

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