• FernUni Schweiz

Am 29. Januar 2026 stand an der FernUni Schweiz die Rolle von «Künstlicher Intelligenz in der universitären Bildung» im Zentrum einer Paneldiskussion. Lehrende, Forschende und Mitglieder der Hochschulleitung diskutierten gemeinsam mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten zentrale Fragen zum Einsatz von KI an Hochschulen. Die dialogorientierte Veranstaltung richtete sich an alle, die Künstliche Intelligenz nicht nur anwenden, sondern ihre verantwortungsvolle und kritische Gestaltung im Hochschulkontext aktiv mitprägen möchten.

Internationale Expertise im Dialog

Zu Beginn boten die Vorträge der Expertinnen und Experten einen fundierten Einstieg in die Thematik. Prof. Dr. Beatrix Busse, Prorektorin für Lehre und Studium der Universität zu Köln und verantwortlich für die Entwicklung einer universitätsweiten KI-Strategie, sowie Ingo Kleiber, Senior-Experte für Digitale Bildung und Educational Technology an der Universität zu Köln, betonten die Dringlichkeit des Themas: «Get ready for this transformationnow! We have to run.» Künstliche Intelligenz verändere die Hochschulbildung im Kern und damit auch das Lernen selbst. Dieser Wandel sei nicht umkehrbar, weshalb es gelte, sich intensiv mit Chancen und Risiken auseinanderzusetzen. 

Auch der folgende Vortrag von Prof. Dr. Mairéad Pratschke, international tätige KI-Strategin und Beraterin in den Bereichen Strategie, Governance und Bildung, unterstrich die Notwendigkeit, aktiv mit Künstlicher Intelligenz zu arbeiten. Verbote seien unrealistisch, entscheidend sei vielmehr der zügige Start einer Strategie, ohne auf vermeintlich perfekte Rahmenbedingungen zu warten. Zugleich hob sie hervor, dass insbesondere eine digitale und agile Institution wie die FernUni Schweiz gute Voraussetzungen mitbringe, um sich mit der Zukunft des Lernens auseinanderzusetzen. 

KI zwischen Potenzial und Verantwortung

Die anschliessende Diskussionsrunde ermöglichte eine multiperspektivische Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen rund um (generative) Künstliche Intelligenz und deren Bedeutung für Hochschulen. Im Fokus standen Fragen zu Funktionsweise und Auswirkungen von KI auf Lehre, Lernen und Forschung sowie zu den Kompetenzen und institutionellen Rahmenbedingungen, die Hochschulen im Umgang mit KI benötigen.  

Neben den vielfältigen Potenzialen – etwa zur Unterstützung von Lernprozessen oder zur Entlastung im Hochschulalltag – kamen auch ethische, didaktische und organisatorische Herausforderungen zur Sprache. Dazu zählten Fragen der wissenschaftlichen Integrität, Prüfungen und der Wissensaneignung. Deutlich wurde, dass gut ausgebaute KI-Kenntnisse bei Studierenden und die Motivation zu einer vertieften Auseinandersetzung mit den Lerninhalten dazu beitragen können, einen verantwortungsvollen Umgang mit KI zu fördern. 

Institutionelle Perspektiven und strategische Fragen

Zum Abschluss der Diskussion stand der Blick nach vorn im Mittelpunkt. Deutlich wurde, dass Hochschulen gefordert sind, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz langfristig zu denken, institutionell zu verankern und gemeinsam weiterzuentwickeln. Entscheidend sind dabei klare strategische Leitlinien, die Orientierung bieten und zugleich Raum für Innovation und eigene Entwicklungen lassen. Rektor Prof. Dr. Nicolas Rothen unterstrich diesen Gestaltungsauftrag: 

«Für die FernUni Schweiz geht es nun darum, Künstliche Intelligenz weiterhin strukturiert, verantwortungsvoll und zukunftsgerichtet in ihre Entwicklung einzubinden. Dabei spielen Fragen der Datenhoheit ebenso eine zentrale Rolle wie die wissenschaftliche Auseinandersetzung damit, wohin sich KI in Forschung und Lehre entwickeln soll. Nur so kann ihr Potenzial langfristig und im Einklang mit unseren akademischen Werten genutzt werden.» 

KI-Policies im hochschulweiten Dialog

Die Paneldiskussion fügte sich in die laufende institutionelle Auseinandersetzung mit Fragen rund um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und bot einen geeigneten Rahmen, um grundsätzliche Überlegungen zur «KI Policy» weiter zu vertiefen. Bereits am darauffolgenden Tag fand ein Workshop zur Stakeholder-Konsultation statt, in welchem Vertreterinnen und Vertreter aller Fakultäten und Services eingeladen waren, ihre Expertise in die Erarbeitung eines institutionellen Rahmens für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz an der FernUni Schweiz einzubringen. Unterstützt wurde die Konsultation durch eine Expertendelegation der Universität zu Köln. 

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