Karin Marti studierte Rechtswissenschaften an der Universität Bern und erwarb 2016 das Anwaltspatent im Kanton Bern. Bereits im Rahmen ihrer Anwaltsausbildung eignete sie sich bei der Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau sowie beim Kantonalen Zwangsmassnahmengericht des Kantons Bern vertiefte Kenntnisse im Bereich der Strafverfolgung an. Nach Abschluss ihrer Anwaltsausbildung absolvierte sie ergänzend unter anderem den CAS Forensics an der Staatsanwaltsakademie der Universität Luzern sowie verschiedene spezialisierte Weiterbildungen und Seminare, namentlich in den Bereichen der Strafzumessung und der Personenbefragung.
Seit 2016 ist Karin Marti bei der Eidgenössischen Spielbankenkommission (ESBK) tätig. Nach mehreren Jahren als Untersuchungsbeamtin übernahm sie 2023 die Leitung der Sektion Strafverfahren; bereits seit 2020 ist sie zudem stellvertretende Leiterin der Abteilung Strafverfolgung. Sie verfügt über umfassende und langjährige Erfahrung in der Führung von Strafverfahren nach Verwaltungsstrafrecht im Bereich des illegalen Geldspiels und ist bei der ESBK massgeblich an der strategischen wie auch operativen Weiterentwicklung der Strafverfolgungspraxis beteiligt. Zudem war sie Mitglied einer Arbeitsgruppe zur Revision des Verwaltungsstrafrechts, in der sie ihre praktische Erfahrung in die laufenden Reformüberlegungen einbrachte.