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Interaktivität
Ziel der Konsultation
- Das Web ist kein lineares Medium, sondern ein nicht-linearer Hypertext (ein «verbundener» Text): man sucht nur nach den Informationen oder Aktionen, die einem interessieren, und bewegt einen dabei durch verschiedene Abschnitte.
- Man baut seine persönliche Erfahrung auf, ohne notwendigerweise dem zu folgen, was die Autoren und Autorinnen vorschlagen → aktive Benutzung.
Normalerweise überfliegen die Nutzerinnen und Nutzer eine Webseite, indem sie sich auf auffälligere Elemente konzentrieren (z. B. Titel, visuelle Elemente, CTAs usw.).
Konsultationsmodus
- Das Lesen erfolgt eher durch Überfliegen (80%) als durch Wort für Wort Lesen (20%).
- Die ersten 3 Wörter eines Titels sind entscheidend, um das Interesse der Leserinnen und Leser zu wecken.
- Im Durchschnitt liest man 20% des Inhalts einer Website und das sehr schnell.
- Das Lesen ist im Durchschnitt 25% langsamer als bei gedruckten Texten.
- Das Lesen wird leicht unterbrochen (z. B. durch visuelle Elemente und CTAs, die viel Platz einnehmen).
- Der Einstiegspunkt kann variieren (nicht unbedingt über die Startseite).
Barrierefreiheit
Medium
Die Nutzerinnen und Nutzer greifen über unterschiedliche Geräte (Handy, Tablet, Desktop mit variabler Bildschirmbreite) und mit unterschiedlichen Verbindungsgeschwindigkeiten auf die Website zu.
- Die Nutzerinnen und Nutzer haben keinen Überblick über die Seite: nur 22% von ihnen scrollen bis zur Fusszeile.
- Die Nutzerinnen und Nutzer könnten Probleme mit ihrer Verbindung oder mit der Darstellung der Inhalte auf ihren Bildschirmen haben.
Derselbe Inhalt wird auf verschiedenen Geräten unterschiedlich angezeigt.
Lesen durch sehbehinderte und blinde Menschen
- Bildschirmlesegeräte lesen normalerweise den gesamten Inhalt der Seite.
- Bildschirmlesegeräte interpretieren keine visuellen Elemente.
Auffindbarkeit von Informationen
- Um Informationen leicht finden zu können, müssen die Schlüsselwörter gut auf der Seite platziert werden (SEO).
Struktur
- Eine Einleitung, die den Rest der Seite zusammenfasst, und eine Schlussfolgerung, die die Nutzerinnen und Nutzer zu einer Handlung auffordert.
- Beginnen Sie mit den wesentlichen Informationen und gehen Sie dann zu den Details über (umgekehrte Pyramidenstruktur).
- Definieren Sie eine Texthierarchie (verschiedene Arten von Überschriften und Absätzen) und verwenden Sie diese konsequent, damit die Nutzerinnen und Nutzer die Seite leicht überfliegen können.
- Fügen Sie so viele Hyperlinks wie nötig hinzu.
- Elemente auf der gleichen Seite.
- Elemente oder ganze Seiten an anderer Stelle auf derselben Website.
- Andere Sprachversionen.
- Externe Websites (von Referenzen, Partnern, usw.).
- Kein FAQ-Liste: verteilen Sie den Inhalt dort, wo er am relevantesten ist.
Beispiel einer gut strukturierten Webseite.
Rhythmus
Wechseln Sie verschiedene Arten von Blöcken ab:
- Kurze und lange Absätze.
- Callouts, Zitate.
- Bilder, Videos, Diagramme.
- Kleine Tabellen (vermeiden Sie grosse Tabellen, die auf dem Handy einen horizontalen Bildlauf erfordern).
Dynamisieren Sie den Inhalt durch gute Formatierung:
- Aufzählungslisten.
- Fett gedruckter Text.
- Kursivdruck zur Kennzeichnung eines Titels (z. B. eines Artikels) oder zur Hervorhebung eines Wortes.
- Keine ganze Wörter in Grossbuchstaben (schwer zu lesen).
- Kein unterstrichener Text (könnte mit Links verwechselt werden).
- Text linksbündig ausrichten, niemals mittig oder rechtsbündig.
Gestalten Sie den Inhalt visuell ansprechend:
- Verwenden Sie Icons (wenn es angebracht ist).
- Heben Sie Elemente durch Hierarchie und Farben hervor (entsprechend der Grafikcharta).
Vermeiden Sie es, eines der oben genannten Elemente zu missbrauchen, sonst wirkt die Seite zu dicht.
Beispiele für Elemente, die einer Webseite Rhythmus verleihen.