• Antrittsvorlesung · Psychologie
  • Andrea C. Samson

Humor kann weit mehr als unterhalten: Er kann dabei helfen, mit belastenden Situationen umzugehen und Emotionen zu regulieren. In ihrer Antrittsvorlesung «The power of humor to regulate emotions» am 5. Oktober 2026 zeigte Prof. Dr. Andrea Samson, welche psychologischen Mechanismen dabei eine Rolle spielen und wie unterschiedlich Humor wirken kann.

Andrea Samson ist ordentliche Professorin an der Fakultät Psychologie der FernUni Schweiz und Leiterin des chEERS Lab. Ihre Forschung bewegt sich an der Schnittstelle von Emotionswissenschaft, Humorpsychologie und psychischer Gesundheit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf positiven Emotionen, Emotionsregulation und sozio-emotionalen Prozessen bei Menschen mit und ohne neurologischen Entwicklungsstörungen.

Dabei verbindet sie Grundlagenforschung mit anwendungsorientierten Ansätzen, die darauf abzielen, emotionale Kompetenzen besser zu verstehen, zu erfassen und zu fördern. 

Wie Humor unsere Emotionen beeinflusst

Vor einem Publikum aus Hochschulangehörigen, Studierenden, Mitarbeitenden sowie weiteren Gästen zeigte Prof. Dr. Andrea Samson anhand zahlreicher eigener Studien, welche kognitiven, emotionalen, sozialen und neuronalen Mechanismen der Wirkung von Humor zugrunde liegen. Humor kann dabei weit mehr sein als eine Reaktion auf etwas Lustiges: Er kann dazu beitragen, eine Situation aus einer anderen Perspektive zu betrachten und dadurch zu verändern, wie wir sie emotional erleben. Dabei machte Prof. Dr. Andrea Samson auch deutlich, dass die Wirkung von Humor stark vom jeweiligen Kontext abhängt und nicht immer positiv sein muss:  «Humor kann wie ein sozialer Kleber wirken und Menschen miteinander verbinden. Er kann aber auch ausgrenzen – entscheidend ist etwa, ob wir mit jemandem oder über jemanden lachen. Gleichzeitig ist Humor eine wichtige Strategie, um mit den Schwierigkeiten des Lebens umzugehen und unsere Gefühle zu regulieren.»

Wie Humor entsteht und wirkt

Anhand theoretischer Ansätze, experimenteller Forschung und anschaulicher Beispiele zeigte Prof. Dr. Andrea Samson während ihrer unterhaltsamen Antrittsvorlesung, wie unterschiedlich Humor entstehen und wirken kann. So verdeutlichte das Beispiel eines Babys, das über das Zerreissen von Papier lacht, welche Rolle Überraschung und Inkongruenz bei der Entstehung von Humor spielen können. Weitere Beispiele machten deutlich, dass Humor Menschen verbinden, aber auch verletzen oder ausgrenzen kann. Einen weiteren Schwerpunkt bildete Samsons Forschung zu Humor und Autismus, die Einblicke in unterschiedliche Formen der Wahrnehmung und Verarbeitung von Humor gibt.

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Wer die Antrittsvorlesung verpasst hat oder einzelne Passagen nochmals ansehen möchte, kann die Aufzeichnung online abrufen:

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