Das Projekt entwickelt neue Methoden, um den maximal möglichen Nutzen von Targeting abzuschätzen. Damit können Organisationen beurteilen, ob sich Investitionen in datenbasierte Targeting-Strategien lohnen und wie gross das Verbesserungspotenzial bestehender Systeme ist.

Öffentliche Dienstleistungen, Programme und betriebliche Massnahmen wirken nicht bei allen Menschen gleich. Das Projekt untersucht, wie solche Unterschiede besser berücksichtigt werden können, damit vorhandene Mittel möglichst wirksam eingesetzt werden. Dafür werden neue Kennzahlen entwickelt, mit denen sich abschätzen lässt, welchen Nutzen ein Targeting von Interventionen im bestmöglichen Fall erreichen kann.

Zunächst entwickelt das Forschungsteam die dafür notwendigen statistischen Methoden und prüft sie anhand von Simulationen. Anschliessend werden die Methoden in zwei konkreten Anwendungsbereichen getestet. Eine Anwendung nutzt Daten der Schweizer Regionalen Arbeitsvermittlungszentren, um digitale Empfehlungssysteme bei der Vermittlung von Stellensuchenden zu untersuchen.

Datenbasierte Entscheidungssysteme werden in Verwaltung und Wirtschaft zunehmend eingesetzt. Bislang lässt sich jedoch oft nur schwer beurteilen, wie gross ihr tatsächliches Verbesserungspotenzial ist. Die im Projekt entwickelten Methoden schaffen eine wissenschaftliche Vergleichsgrundlage. Sie sollen Organisationen dabei unterstützen, den möglichen Nutzen neuer Technologien realistisch einzuschätzen und bestehende Systeme hinsichtlich Wirksamkeit, Transparenz und verantwortungsvollem Einsatz weiterzuentwickeln.

Dauer des Projekts

01.08.2026 - 31.07.2030

Mitarbeiter

Prof. Anthony Strittmatter
Prof. Anthony Strittmatter Projektleiter
PhD Tommaso Coen
PhD Tommaso Coen Postdoktorand
MSc Roman Rakov
MSc Roman Rakov Doktorand

Finanzierung

SNSF Project
Betrag: 615'831CHF