Dieses Forschungsprogramm untersucht die Rolle von Humor für die Emotionsregulation und die psychologische Anpassung in unterschiedlichen sozialen und kulturellen Kontexten. Der aktuelle Forschungsschwerpunkt liegt auf zwei sich ergänzenden Themenbereichen: (1) der Wirksamkeit von Humor als Strategie der Emotionsregulation in verschiedenen emotionalen Kontexten und (2) den Zusammenhängen zwischen Humor, Mitgefühl und kulturellen Faktoren in unterschiedlichen Kulturen.

Humor ist ein universeller Bestandteil menschlichen Erlebens und spielt eine wichtige Rolle für psychisches Wohlbefinden, soziale Beziehungen und Resilienz. Über das Auslösen positiver Emotionen hinaus kann Humor Menschen dabei helfen, belastende Situationen neu zu bewerten, schwierige Emotionen zu regulieren, zwischenmenschliche Beziehungen zu stärken und alltägige Herausforderungen besser zu bewältigen. Die psychologischen Mechanismen, die diesen positiven Effekten zugrunde liegen, sowie die Bedingungen, unter denen Humor besonders wirksam ist, sind jedoch noch nicht ausreichend verstanden.

Dieses Forschungsprogramm untersucht die Rolle von Humor für Emotionsregulation und psychologische Anpassung und verbindet experimentelle, differenzielle und kulturvergleichende Forschungsansätze. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie, wann und für wen Humor eine adaptive psychologische Ressource darstellt.

Der aktuelle Forschungsschwerpunkt liegt auf zwei sich ergänzenden Themenbereichen. Der erste untersucht Humor als Strategie der Emotionsregulation und vergleicht die Wirksamkeit humorvoller kognitiver Neubewertung mit anderen Formen der kognitiven Neubewertung in unterschiedlichen emotionalen Kontexten, darunter Traurigkeit, Angst, Ärger und Verlegenheit. Darüber hinaus werden individuelle Merkmale wie Humorstile und gewohnheitsmäßige Strategien der Emotionsregulation als Einflussfaktoren untersucht.

Der zweite Forschungsbereich verfolgt eine kulturvergleichende Perspektive und untersucht die Zusammenhänge zwischen Humor, Mitgefühl, kulturellen Werten und sozialen Normen in verschiedenen Ländern und Kulturen. Ziel ist es zu verstehen, wie Kultur sowohl den Ausdruck als auch die adaptiven Funktionen von Humor beeinflusst.

Durch die Verbindung experimenteller Psychologie, Persönlichkeitspsychologie und kulturvergleichender Forschung möchte dieses Programm zu einem besseren Verständnis von Humor als psychologischer Ressource beitragen, die emotionales Wohlbefinden, Resilienz und gesundes soziales Funktionieren fördert.

Suchergebnisse

Geplant: Veröffentlichungen in begutachteten Fachzeitschriften, Konferenzpräsentationen, Datensätze und experimentelles Material.

Mitarbeiter

Prof. Dr.  Andrea Samson
Prof. Dr. Andrea Samson Projektleiterin
Ana Milosavljevic
Ana Milosavljevic Postdoktorand

Finanzierung

Aktuell keine externe Finanzierung (internes Forschungsprojekt)