Moderne Nahrungsumgebungen sind durch ein Überangebot an hochschmackhaften Lebensmitteln gekennzeichnet, das es Individuen ermöglicht, über ihre homöostatischen Bedürfnisse hinaus zu essen. Obwohl emotionales Essen weitgehend erforscht ist, bleiben seine Definition und die zugrunde liegenden Mechanismen umstritten. In diesem Forschungsprogramm schlagen wir eine Reihe komplementärer theoretischer und empirischer Ansätze vor, um die Rolle affektiver, motivationaler und Belohnungsprozesse bei Verhaltensweisen des emotionalen Essens zu klären.

Moderne Nahrungsumgebungen sind durch ein Überangebot an hochschmackhaften Lebensmitteln gekennzeichnet, das es Individuen ermöglicht, über ihre homöostatischen Bedürfnisse hinaus zu essen. Obwohl emotionales Essen, d. h. die Tendenz, als Reaktion auf Emotionen und nicht auf homöostatische Bedürfnisse zu essen, weitgehend erforscht ist, bleiben seine Definition und die zugrunde liegenden Mechanismen umstritten. In diesem Forschungsprogramm schlagen wir eine Reihe komplementärer theoretischer und empirischer Ansätze vor, um die Rolle affektiver, motivationaler und Belohnungsprozesse bei Verhaltensweisen des emotionalen Essens zu klären.

Erstens untersuchen wir die aktuellen konzeptuellen und methodischen Debatten kritisch. Aufbauend auf zeitgenössischen Modellen der Affektwissenschaften schlagen wir vor, dass emotionales Essen ein erlerntes Muster der Affektregulation widerspiegeln könnte, das durch Verstärkungslernen, Belohnungserwartungen und breitere soziokulturelle Einflüsse geformt wird.

Zweitens untersuchen wir die mit emotionalem Essen verbundenen motivationalen Mechanismen. Wir prüfen, ob Personen, die höhere Werte beim emotionalen Essen berichten, sich im expliziten und impliziten Verlangen nach Nahrungsbelohnungen unterscheiden und ob sie eine veränderte Habituation bei wiederholter Exposition gegenüber Nahrungsreizen aufweisen.

Schließlich erforschen wir, ob sensorische Belohnungseigenschaften, wie individuelle Unterschiede in der Zuckerpräferenz, unabhängig von Emotionen zum emotionalen Essen beitragen, was die Rolle nicht-affektiver Faktoren bei ernährungsbezogenen Verhaltensweisen unterstreicht.

Zusammengenommen versuchen diese komplementären Studien, ein nuancierteres Verständnis des Zusammenspiels zwischen Emotionen, Motivation und Nahrungsbelohnung zu liefern.
 

Assoziierte Mitglieder

  • Dr. Larisa Olteanu - Postdoktorandin

Publications in peer-reviewed journal

Papers currently being written:

  • Theoretical perspectives on emotional eating: Current debates and challenges
  • Understanding emotional eating through the lens of explicit and implicit wanting
  • Nothing Is sweeter than chocolate: Sugar preference as a predictor of self-reported emotional eating

Dauer des Projekts

01.11.2020 - 31.12.2025

Mitarbeiter

Prof. Dr Géraldine Coppin
Prof. Dr Géraldine Coppin Projektleiterin