Dieses interdisziplinäre Projekt, das von der FernUni Schweiz und der PH-VS entwickelt wurde, verfolgt das Ziel, die sozial-emotionalen Kompetenzen, die exekutiven Funktionen sowie die Fähigkeiten des Zusammenlebens von Schülerinnen und Schülern im Wallis gemäss dem Lehrplan 21 (Plan d'études romand, PER) zu fördern. Im Zentrum steht der Einsatz von Brettspielen als innovatives Instrument zur Förderung des sozial-emotionalen Lernens (SEL) bei bei Kindern im Präadoleszenzalter – einer Entwicklungsphase, in der die Möglichkeiten für freies Spiel trotz wichtiger sozialer und emotionaler Entwicklungsprozesse tendenziell abnehmen.
Das Projekt baut auf den «chEERS Games» auf, einer Reihe von Brettspielen, die von Fachpersonen aus den Bereichen Psychologie und Spieleentwicklung auf der Grundlage aktueller Erkenntnisse der Emotionsforschung entwickelt wurden. Durch die Verbindung von Fachwissen aus Psychologie, Sonderpädagogik und Lehrerbildung verfolgt das Projekt zwei Hauptziele: Erstens sollen bereits erhobene Daten von Walliser Schülerinnen und Schülern vertieft analysiert werden, um die Zusammenhänge zwischen exekutiven Funktionen, emotionalen Kompetenzen, Gruppendynamik und Spielverhalten besser zu verstehen. Zweitens soll der Transfer dieser wissenschaftlich fundierten SEL-Instrumente in den schulischen Alltag durch gezielte Lehrerbildung und die praktische Implementierung unterstützt werden.
Lehrpersonen der PH-VS werden in der Anwendung der Spiele geschult und geben Rückmeldungen zur Benutzerfreundlichkeit sowie zur Umsetzung im Unterricht. Diese Erkenntnisse fliessen in die Weiterentwicklung der «chEERS Games» ein. Geplant sind unter anderem eine optimierte Version der Spiele sowie ein pädagogischer Leitfaden für Lehrpersonen im Wallis.