Die Kommunikation zum Klimawandel steht vor großen psychologischen Herausforderungen: Wie können wir Menschen emotional erreichen, ohne Angst, Hilflosigkeit oder Vermeidungsverhalten auszulösen? Gleichzeitig verbreitet sich Falschinformation zum Klimawandel rasch über soziale Medien und trägt zu öffentlicher Skepsis und Polarisierung bei.
Dieses Projekt untersucht Humor als innovatives Instrument für die Klimakommunikation und zur Prävention von Falschinformationen. Anstatt sich ausschließlich auf angstbasierte Botschaften zu stützen, erforschen wir, ob Humor Menschen helfen kann, Klimainformationen offener zu verarbeiten, defensive Reaktionen zu reduzieren und irreführende Behauptungen besser zu erkennen. Humor könnte zudem dazu beitragen, korrigierende Informationen effektiver im Gedächtnis zu verankern, indem er Überraschungseffekte erzeugt und neue Perspektiven eröffnet.
In mehreren experimentellen Studien untersuchen wir, wie verschiedene Formen von Humor die Reaktionen auf Klimafalschinformationen, emotionale Responses, das Erinnerungsvermögen, die Genauigkeit von Überzeugungen und die Unterstützung für Klimaschutzmaßnahmen beeinflussen. Wir vergleichen humorvolle Ansätze mit angstbasierter Kommunikation und testen unterschiedliche Humorarten, darunter Satire, absurden Humor und wohlwollenden Humor.
Durch die Verknüpfung von Psychologie, Emotionsforschung und Klimakommunikation zielt dieses Projekt darauf ab, wirksamere und emotional nachhaltigere Wege zu entwickeln, um die Öffentlichkeit für den Klimawandel zu sensibilisieren und gleichzeitig der Verbreitung von Falschinformationen entgegenzuwirken.