• Wissenschaft · Psychologie

Die Forschungsarbeiten von Géraldine Coppin, ausserordentliche Professorin für Psychologie an der FernUni Schweiz, untersuchen die Rolle von Gerüchen und Geschmäckern im menschlichen Verhalten. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit den komplexen Zusammenhängen zwischen sensorischer Wahrnehmung, Emotionen und Entscheidungsfindung. Zudem richtet die Professorin einen aufmerksamen Blick auf die Herausforderungen der Fernlehre.

Forschung in affektiven und verhaltensbezogenen Wissenschaften

Als Spezialistin für Geruchs- und Geschmackssinn erforscht Professorin Géraldine Coppin, wie sensorische Wahrnehmungen Emotionen, Entscheidungen und Verhaltensweisen beeinflussen. Ihre aktuellen Arbeiten befassen sich mit Essgelüsten – insbesondere nach kalorienreichen Lebensmitteln – sowie mit sedentären Verhaltensweisen. Ziel ist es, die zugrunde liegenden Belohnungsmechanismen besser zu verstehen und konkrete Strategien zur Prävention und Intervention zu entwickeln.

Zu diesem Zweck basieren ihre Projekte auf einem integrierten methodischen Ansatz, welcher Verhaltensexperimente, funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) und Beobachtungen im Alltag kombiniert. Diese komplementären Methoden ermöglichen eine präzise Analyse der zugrunde liegenden psychologischen und neurobiologischen Mechanismen.

Die Herausforderungen der Fernlehre

Neben ihrer Forschungstätigkeit unterrichtet Géraldine Coppin an der FernUni Schweiz in mehreren Bachelor- und Mastermodulen im Studienfach Psychologie. In diesem Zusammenhang hebt sie eine zentrale Herausforderung hervor: die Aufrechterhaltung des Engagements der Studierenden über die gesamte Dauer ihres Fernstudiums hinweg.

Dies erfordert Inhalte, die sowohl zugänglich als auch anspruchsvoll sind, und gleichzeitig ein Gefühl der Nähe vermitteln – trotz fehlendem physischem Kontakt. In diesem Sinne nehmen die Vermittlung wissenschaftlicher Neugier und die Förderung des kritischen Denkens eine zentrale Rolle in ihrer Lehrpraxis ein.

Vollständigen Interview mit Prof. Geraldine Coppin (nur in französischer Sprache)