Das wissenschaftliche Programm deckte ein breites Spektrum aktueller Fragestellungen ab. Jinfeng Xu präsentierte eine Untersuchung zu den Auswirkungen einer Reform des Namensrechts bei der Eheschliessung in der Schweiz. Emma Bacci beschäftigte sich mit den Ursachen von Entscheidungen von Recruiterinnen und Recruitern auf Online-Arbeitsmärkten. Mattis Gilbert untersuchte, weshalb Arbeitslose bei ihrer Stellensuche auch ausserhalb ihres bisherigen Berufsfelds suchen, während Kristina Schüpbach den Zusammenhang zwischen Geschlechterdiskriminierung und dem Erfolg bei der Stellensuche analysierte. Tommaso Coen stellte eine Forschungsarbeit zur Identifikation von Wohlfahrtseffekten bei Friktionen auf der Nachfrageseite vor.
«Der Workshop bietet die Gelegenheit, aktuelle Forschungsarbeiten mit Expertinnen und Experten intensiv zu diskutieren und unterschiedliche methodische Perspektiven zusammenzubringen», erklärt Prof. Anthony Strittmatter, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der FernUni Schweiz und Organisator der Veranstaltung. «Gerade bei empirischen Forschungsfragen ist der direkte Austausch besonders wertvoll: Er hilft, Methoden weiterzuentwickeln, Ergebnisse kritisch zu hinterfragen und neue Forschungsfragen entstehen zu lassen.»
Die präsentierten Arbeiten verdeutlichten die Vielfalt moderner empirischer Wirtschaftsforschung. Fragen zu Arbeitsmarktentscheidungen, Diskriminierung, institutionellen Reformen oder Wohlfahrtseffekten haben nicht nur wissenschaftliche, sondern auch gesellschaftliche und wirtschaftspolitische Relevanz. Datenbasierte Methoden ermöglichen es, solche Zusammenhänge systematisch zu untersuchen und damit fundierte Grundlagen für wissenschaftliche und praktische Diskussionen zu schaffen.
Mit dem Valais Econometrics Workshop möchten wir Forschende miteinander vernetzen, den fachlichen Austausch fördern und zur Weiterentwicklung qualitativ hochwertiger Forschung beitragen
betont Prof. Strittmatter.