Das Arbeitsgedächtnis ist ein System mit begrenzter Kapazität, das Informationen vorübergehend speichert und verarbeitet. Eine seiner zentralen Funktionen ist die Repräsentation serieller Reihenfolgen, die für Sprachverständnis, Denken und Entscheidungsfindung von grundlegender Bedeutung ist. Gemäss der Hypothese des «mentalen Whiteboards» werden die Elemente einer Sequenz in einer internen räumlichen Repräsentation organisiert, die durch kulturelle Erfahrungen wie die Lese- und Schreibrichtung geprägt wird. Dieses Projekt untersucht horizontale und vertikale Augenbewegungen während Aufgaben zum verbalen Arbeitsgedächtnis, um diese Hypothese zu überprüfen.

Das Arbeitsgedächtnis bezeichnet ein System mit begrenzter Kapazität, das es uns ermöglicht, Informationen vorübergehend aufrechtzuerhalten und zu verarbeiten. Es bildet damit eine grundlegende Voraussetzung für die menschliche Kognition. Eine zentrale Funktion des Arbeitsgedächtnisses ist die Repräsentation serieller Reihenfolgen: Sich zu merken, was zuvor geschehen ist, und diese Information mit dem Folgenden in Beziehung zu setzen, ist entscheidend für das Sprachverständnis, das logische Denken und das Treffen von Entscheidungen. Verschiedene theoretische Modelle wurden entwickelt, um zu erklären, wie serielle Reihenfolgen im Arbeitsgedächtnis repräsentiert werden. Eine der einflussreichsten Annahmen besagt, dass die Elemente einer Sequenz innerhalb einer internen räumlichen Repräsentation – eines «mentalen Whiteboards» – organisiert werden, deren Ausrichtung durch kulturelle Erfahrungen wie die Lese- und Schreibrichtung geprägt wird. Dieses Projekt untersucht diese Hypothese weiter, indem horizontale und vertikale Augenbewegungen während des Abrufs serieller Reihenfolgen aus dem verbalen Arbeitsgedächtnis erfasst werden. Unsere Ergebnisse stützen die Hypothese des mentalen Whiteboards, wonach serielle Positionen abhängig von den Anforderungen der jeweiligen Aufgabe flexibel auf einer internen räumlichen Repräsentation abgebildet werden.

Publication in peer-reviewed journal

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Mitarbeiter

Prof. Dr. Matthias Maalouli-Hartmann
Prof. Dr. Matthias Maalouli-Hartmann
Elger Abrahamse
Elger Abrahamse
Jean-Philippe van Dijck
Jean-Philippe van Dijck