Viele Menschen halten an Überzeugungen fest, die sich mit etabliertem Wissen oder wissenschaftlichen Methoden nur schwer oder gar nicht erklären lassen – etwa Telepathie oder Verschwörungstheorien. Dieses Projekt untersucht die Zusammenhänge zwischen solchen irrationalen Überzeugungen und wahrnehmungsbezogenen, kognitiven sowie persönlichkeitsbezogenen Faktoren und beleuchtet zudem, wie der Kontext sozialer Medien die Bewertung mehrdeutiger Informationen beeinflusst.

Viele Menschen halten an Überzeugungen zu Themen fest, die sich mit etabliertem Wissen oder mit wissenschaftlichen Methoden nur schwer oder gar nicht erklären lassen – etwa paranormale Phänomene (Telepathie) – oder glauben an Verschwörungstheorien (zum Beispiel an die Existenz mächtiger geheimer Gruppen, die politische und wirtschaftliche Entscheidungen kontrollieren oder beeinflussen). Solche Überzeugungen können zu maladaptivem Verhalten führen. So konnten wir zeigen, dass verschwörungstheoretische Überzeugungen ein starker Prädiktor für die Missachtung der COVID-19-Präventionsmassnahmen sind. Dieses Projekt befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen solchen irrationalen Überzeugungen und wahrnehmungsbezogenen, kognitiven sowie persönlichkeitsbezogenen Aspekten und beleuchtet zudem, wie der Kontext sozialer Medien die Bewertung mehrdeutiger Informationen beeinflusst.

In einer Reihe laufender Studien untersuchen wir:

  • ob das Wahrnehmen illusorischer Muster in Rauschen ein zugrunde liegender Mechanismus irrationaler Überzeugungen ist, der Wahrnehmung, Kognition und Entscheidungsfindung beeinflusst;
  • den Einfluss kognitiver Belastung auf die Bewertung mehrdeutiger Informationen;
  • die Rolle von Kontextinformationen zu Social-Media-Inhalten – etwa der Quelle, der Anzahl der «Likes» und der Nutzerkommentare – bei der Bewertung von Nachrichten.

Publication in peer-reviewed journal

Mitarbeiter

Prof. Dr. Matthias Maalouli-Hartmann
Prof. Dr. Matthias Maalouli-Hartmann Principal investigator
BSc Petra Müller
BSc Petra Müller Research assistant