Lydia Kalbermatter, Assistentin im Team von Prof. Nula Frei, präsentiert ihr Dissertationsthema.
In ihrer Forschung untersucht sie die Zulassung von Drittstaatsangehörigen zum schweizerischen Arbeitsmarkt, die auf hochqualifizierte und -spezialisierte Arbeitnehmende beschränkt ist. Die Präsentation widmet sich einleitend den rechtlichen Rahmenbedingungen und den mit der Zulassungsbeschränkung verfolgten Zielen. Kernthema bildet die Situation in der Praxis: Warum unterscheidet sich diese in den Kantonen stark, obwohl einzig Bundesrecht vollzogen wird? Es werden sowohl kantonale Eigenheiten im Umgang mit offenen Rechtsbegriffen thematisiert als auch die Frage nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis der aufwändigen Bewilligungsverfahren gestellt. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Interessen und der restriktiven Zielsetzung des schweizerischen Ausländerrechts.
An der Schnittstelle zwischen Recht und Politik zielt diese Präsentation darauf ab, eine volkswirtschaftlich zentrale migrationsrechtliche Bewilligungskategorie in den Fokus zu rücken und gleichzeitig die Diskussion über Grenzen und Nutzen staatlicher Bewilligungen zur Steuerung der Einwanderung anzustossen.