Aktuelle Projekte

Seapad

Damit die Studierenden in Fernstudienzeiten optimal unterstützt werden können, entwickelt EDUDL+ im Projekt «Seapad» («Suivi des étudiant-e-s pour améliorer leur apprentissage à distance») ein Betreuungsmodell, das den Lehrteams Hinweise auf die Lernfortschritte der Studierenden gibt. Die Aufgaben für die Studierenden können so individuell angepasst werden und die Lernerfolge verbessert werden.

Die neuartige Idee ist dabei, dass in einem Dashboard Informationen aus den Unterrichtsportalen (Login, Download von Quellenmaterial, Videodarstellungen, Arbeitsberichte) wie auch von den Studierenden selbst generierte Informationen (Arbeiten und gelöste Übungen) integriert werden. Dieses Dashboard liefert sowohl den Studierenden Informationen darüber, wie sie Aufgaben während des Semesters besser lösen können, wie auch den Lehrteams über den aktuellen Lernfortschritt der Studierenden. 

Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Institut TECFA der Universität Genf geführt.

Dropout

In einem internen Projekt untersucht EDUDL+ die Gründe für Studienabbrüche mit dem Ziel, Massnahmen zu definieren, die das Durchhaltevermögen stärken und den Studienabschluss begünstigen.

Mittels einer Befragung unserer Studierenden erfahren wir, mit welchen Schwierigkeiten unsere Studierenden während ihres Studiums konfrontiert sind und welche Anliegen wir in Zukunft besser unterstützen können.

Parallel dazu startet 2018 eine Langzeitstudie, in der die Studierenden während ihres Studiums mehrmals zu ihren Erfahrungen befragt werden. Damit sollen kritische Momente vorweggenommen werden und die Studierenden während intensiven Phasen ihres Studiums besser unterstützt werden können.

VIRLA

Bei dem Projekt VIRLA (Presence in virtual worlds and learning activities) handelt es sich um ein gemeinsames Projekt mit der Fernfachhochschule und dem Institut für Psychologie der Universität Bern. Das Projekt wird vom Kanton Wallis unterstützt und folgende Ziele werden verfolgt:

  • eine Messmethode zu entwickeln, um Immersion und Präsenz in virtuellen Lernumgebungen zu erfassen
  • den Einfluss von Immersion und Präsenz auf Lernaktivitäten und Lernleistung zu untersuchen
  • individuelle Unterschiede von Immersion und Präsenz zu erfassen, um adaptive Instruktionsdesigns zu entwickeln und einzusetzen.

Evaluation der Lehre durch die Studierenden

Die Evaluation der Lehre durch die Studierenden ist ein wesentlicher Bestandteil der von der FernUni Schweiz eigeführten Massnahmen zur Qualitätssicherung. Durch das von EDUDL+ skizzierte, entwickelte und gesteuerte Projekt sollen die Fakultäten und die Lehrteams in einen Prozess der ständigen Optimierung des Unterrichts eingebunden werden. Die Evaluation stützt sich auf:

  • ein technisches Tool (Softwareentwicklungen) zur Unterstützung des Prozesses, der sämtliche Studierende, die Lehrteams, Dekaninnen und Dekane, EDUDL+ und die Universitätsleitung einbezieht. Dieses technische Tool beruht einerseits auf dem zentralisierten FernUni-Verwaltungssystem (OpenERP) zur Verbreitung der Umfragen unter den Studierenden und Speicherung der Umfrageergebnisse, zum anderen auf einem Entscheidungsanalyse-Tool zur Verarbeitung der Ergebnisse, ihrer Zuordnung zu den unterschiedlichen beteiligten Akteuren und die Einholung des Feedbacks der unterschiedlichen Akteure
  • ein eigens entwickelter Fragebogen und eine «Charta zur Evaluierung der Lehre durch die Studierenden an der FernUni Schweiz». Die Auswahl der Items der Evaluation beruht auf den Überlegungen und Reflexionen von EDUDL+, Instanzen des Stiftungsrates und eines wissenschaftlichen Expertenpools der FernUni Schweiz. Die Items stellen Qualitätsindikatoren für die Institution und die einzelnen Fakultäten dar und sind Wegweiser für die Optimierung der pädagogischen und didaktischen Lehrqualität.

Neben den bereits realisierten Software-Entwicklungen soll mit Hilfe der laufenden Aktionen ermittelt werden, wie repräsentativ die Stichprobe der antwortenden Studierende ist und welchen Einfluss die unterschiedlichen pädagogischen Methoden auf die Meinung der Studierenden haben. Es soll überprüft werden, welche Faktoren der Lehre wie stark ins Gewicht fallen und welche Aspekte der Lehre von welchen Faktoren beeinflusst werden. Darüber hinaus soll die Wirkung des Evaluationstools und dessen detaillierten Resultate auf die berufliche Weiterentwicklung des Lehrteams untersucht werden.

Projekt «E-Learning Valais 3.0»

Mit dem Projekt E-Learning Valais 3.0 soll eine Screencasting-Lösung (Tonaufnahmen, Bildaufnahmen und Webcam-Aufnahmen) für eine hybride, mehrsprachige universitäre Lehre geschaffen werden.
Die Projektpartner, welche alle über wichtiges und für eine erfolgreiche Realisierung des Projekts notwendiges Know-how verfügen, befinden sich alle im Kanton Wallis (die FernUni Schweiz mit Sitz in Brig, welche die Leitung des Projekts innehat, das Forschungsinstitut IDIAP und die Firma Klewel, beide mit Sitz in Martinach).

Das Projekt unter der Leitung von EDUDL+ erstreckt sich über einen Zeitraum von 23 Monaten. Es verfolgt das Ziel, die Funktionen Ton-, Bild- und Videoerfassung in einer einzigen digitalen Lösung zu vereinen und dabei die Transkription der Untertitel und die Indexierung der Fachtermini auf dem Bildschirm vorzunehmen: Dies erlaubt dem Benutzer beispielsweise die Suche nach Quellen und die Identifizierung dieser Quellen. Dies sowohl in Deutsch, als auch in Französisch. Darüber hinaus sollen zusätzliche Funktionen eine neue Art des virtuellen Lernens ermöglichen, sei es bei individuellem als auch bei kollaborativem Arbeiten.

Umgang mit grossen Klassen und personalisierte Lehre

Die Learning Analytics beinhalten Methoden und Tools zur Analyse grosser Datenmengen, welche in den E-Learning-Umgebungen von den Studierenden generiert werden. Learning Analytics erlauben es, die Lernpfade der Studierenden zu erfassen. Hierzu werden unterschiedlichste Variablen ausgewertet (Alter, berufliche und universitäre Vorerfahrung, Interaktionen mit den anderen Lernenden, Ergebnisse in den Evaluationen, etc.), was es dann erlaubt das Lernverhalten (Nutzung der Lernplattformen, Interaktionen unter den Studierenden, mit dem Lehrteam) zu analysieren und zu optimieren. Der Grundgedanke ist, mehr über die zugrundeliegenden Mechanismen eines Fernstudiums zu erfahren, die pädagogischen Zugänge zu personalisieren und die Studierenden in ihrem Wissenserwerb unterstützen zu können.

Im Zusammenhang mit der FernUni Schweiz und insbesondere im Rahmen eines Fernstudiums erwarten die Studierenden ein personalisiertes Lernen und eine flexible Gestaltung der Aktivitäten, welche von ihnen eingefordert werden. Die Erkenntnisse der Lernforschung ermöglichen es, die Bedingungen für ein erfolgreiches und engagierteres Lernen Seitens der Studierenden zu verbessern. Es können Faktoren identifiziert werden, welche auf ein gutes Voranschreiten und Engagement hinweisen und Erfolgschancen und Schwierigkeiten im Studium aufzeigen. Diese Faktoren weisen auch auf die Qualität der Lehre im aktuellen Zustand hin. Die Lehrpersonen können den Studierenden mittels dieser Kenntnisse effektiv Hilfe anbieten und zusätzlich ihre Lehre adaptieren.

Die Originalität des Ansatzes in diesem Projekt beruht auf der Kombination der Vorzüge der Learning Analytics und der aktiven Beteiligung der Studierenden an den wegweisenden und lernunterstützenden Aktivitäten, welche als integraler Bestandteil ihres Lernens betrachtet werden sollen.

Das langfristige Ziel dieses Projekts besteht darin, Lern-Tools zu entwickeln, mit denen Lernverantwortliche eine bestimmte Anzahl von Parametern steuern und auf diese einwirken können:

  • einem Lernenden zeigen, dass er auf dem richtigen Weg ist, um die geplanten Ziele zu erreichen,
  • das Lernverhalten von Studierenden, die in ihrer Ausbildung tendenziell erfolgreicher sind, ermitteln,
  • den Lernenden Informationen zu ihrem eigenen Lernverhalten geben,
  • vorherzusagen, ob Studierende stark Gefahr laufen, den Anschluss an das Studienprogramm zu verlieren,
  • das Engagement jedes einzelnen Studierenden erhöhen,
  • Feedback erteilen, welches an das Profil des einzelnen Lernenden angepasst ist,
  • die Studierenden identifizieren, die Schwierigkeiten im Studium haben, um vorzeitig pädagogische Massnahmen zu erarbeiten, damit ihnen erneut zum Erfolg verholfen werden kann und sie nicht in Gefahr laufen, das Studium abzubrechen.

Für dieses Projekt ist es wichtig, dass:

  • die für das Projekt wichtigen Daten erfasst und standardisiert werden
  • dass eine Computer-Infrastruktur, inklusive Software, aufgebaut wird, die zur Verwaltung dieser Daten genutzt werden kann. 

Digitales-Kompetenzdossier der Studierenden

Das Projekt Digitales-Kompetenzdossier der Studierenden zielt darauf ab, eine mehrsprachige virtuelle Lernumgebung zu entwerfen und weiterzuentwickeln, mit deren Hilfe mit einigen Klicks und für eine grosse Anzahl von Studierenden digitale Schnittstellen aufbaut werden können, angepasst an eine Lernsituation, in der die Kompetenz und ihre Evaluierung im Mittelpunkt stehen. Diese Umgebung soll ermöglichen, unterschiedliche Unterrichtssituationen zu entwerfen, zu verwalten, zu operationalisieren, zu beobachten und zu steuern. Sie soll den Bereich der Evaluation (Lehre, Zertifizierung, automatische Evaluation, Selbstevaluation, Peer-Evaluationen, etc.) für Lehrteams (Dozierende, Assistierende) und die Studierenden deutlich vereinfachen. Die Studierenden sollen die von ihnen zu erledigenden Aufgaben erkennen und noch offene Aufgaben mit dem jeweiligen Abgabedatum leicht identifizieren können. Die Plattform soll den Studierenden, den Lehrenden und den Ausbildungsverantwortlichen eine Übersicht über die erzielten und noch zu erzielenden Ergebnisse bieten.

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