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Die Partnersprache beim Nachbarn lernen»

Wie kann der schulische Austausch im Wallis und in der Schweiz gefördert werden?

Dienstag, 12. Juni 2018, Brig, Zeughaus Kultur, 18:30 Uhr

Sprachen und Sprachkompetenzen müssen erlernt werden. In einem mehrsprachigen Land ist dies besonders wichtig und erfolgt während der obligatorischen Schule im Rahmen des klassischen Sprachunterrichts. Die spezielle Lage der Schweiz und ihrer Kantone an den Grenzen mehrerer Sprachräume ermöglicht jedoch auch innovative Modelle des Sprachenlernens. Dazu gehören einerseits Modelle des zweisprachigen Unterrichts und andererseits die Pflege des Schul- und Bildungsaustauschs zwischen den Sprachgebieten. Wie sieht in der Schweiz und im Wallis die Praxis des schulischen Sprachaustauschs aus? Gibt es spezifische Hindernisse, die den Ausbau der Austauschaktivitäten verhindern oder erschweren? Und welche Massnahmen können der Bund und die Kantone treffen, um die bestehenden Projekte zu unterstützen und neue Initiativen zu fördern?

Die FernUni Schweiz lädt Sie zu einem Vortrags- und Diskussionsabend ein, mit einem Input-Referat von

  • Christine Keller, Mitglied der Geschäftsleitung von Movetia (nationale Agentur für Austausch und Mobilität), Bereichsleiterin Obligatorische Schule.

Als weitere Diskussionsgäste begrüssen wir auf dem Podium

  • Thomas Raaflaub, Austauschkoordinator Kanton Bern und Schulleiter in Gsteig-Feutersoey, Initiator eines Grossaustauschprojekts Bern-Wallis
  • Gerd Dönni, Prorektor und Verantwortlicher Bilingue/Echange/Austauschjahr am Kollegium Spiritus Sanctus Brig
  • Mehrere Schüler des Kollegiums Spiritus Sanctus in Brig sowie der Berufsausbildung Pro L2 werden ihre Erfahrungen im schulisch-sprachlichen Austausch teilen.

Die Diskussionsrunde wird moderiert von Bernhard Altermatt, Historiker und Politologe, FernUni Schweiz.

Drei Schüler vom Kollegium Spiritus Sanctus teilen ihre Erfahrungen im Schul- und Sprachaustausch.

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«Babylon-sur-Raspille, Röstigraben und Polentaberg»

Was der Zusammenhalt der mehrsprachigen Schweiz mit dem Wallis zu tun hat?

23. Januar 2018, Brig, Zeughaus Kultur, 18:30 Uhr

Wie hat sich die Präsenz von mehreren Sprachen im 19. und 20. Jahrhundert auf das Zusammenleben und auf die Identität der Menschen ausgewirkt? Welche Instrumente stehen zur Verfügung, um diese Koexistenz möglichst reibungslos zu gestalten? Welche Prinzipien und Praktiken können im beginnenden 21. Jahrhundert mobilisiert werden, um die Mehrsprachigkeit in einen Trumpf zu verwandeln?

In einem mehrsprachigen Land hat der Umgang mit den verschiedenen Sprachen und Kulturen ein besonderes gesellschaftliches Gewicht. Im zweisprachigen Kanton Wallis sind die Behörden, die Zivilgesellschaft und die Wirtschaft mit spezifischen Herausforderungen konfrontiert – ähnlich wie die viersprachige (und mehrsprachige) Schweiz. 

Die FernUni Schweiz lud zu einem Vortrags- und Diskussionsabend ein, mit einem Input-Referat von

  • Christina Späti, Historikerin, assoziierte Professorin an der Universität Freiburg und Dekanin an der FernUni Schweiz

Prof. Dr. Späti beleuchtete die «Sprache als Politikum» und die Entwicklung der schweizerischen Sprachenpolitik seit dem 19. Jahrhundert.

Als Diskussionsgäste auf dem Podium begrüssten wir anschliessend

  • Iwar Werlen, Sprachwissenschaftler, emeritierter Professor der Universität Bern und ehemaliger Direktor des dortigen Instituts für Sprachwissenschaft
  • Luzius Theler, Journalist und Publizist, ehemaliger Redaktor und stellvertretender Chefredaktor des Walliser Boten

Als ausgewiesene Kenner der schweizerischen und der Walliser «Sprachenlandschaft» schlugen die beiden Podiumsteilnehmer den Bogen von der Geschichte zur Gegenwart. Insbesondere interessierte auch die Frage, welchen Beitrag der Kanton Wallis und seine zwei Sprachregionen an den Zusammenhalt der mehrsprachigen Schweiz leisten können? Dahinter verbirgt sich natürlich die Problematik des ausgeprägten (Sprach-)Regionalismus, der das Zusammenleben der Walliser beider Sprachen charakterisiert. Tut man in Brig, Siders und Sitten genug für die Zweisprachigkeit? Könnte man mehr machen? Oder soll man es gleich ganz bleiben lassen?

Die Diskussionsrunde wurde moderiert von Bernhard Altermatt, Historiker und Politologe, FernUni Schweiz.

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