Konferenzzyklus 2020/2021

Künstliche Intelligenz, Algorithmen und Roboter – Realität im Alltag?

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Künstliche Intelligenz, Algorithmen und computergesteuerte Systeme prägen das Leben der Menschen im 21. Jahrhundert immer stärker. Der technologische Wandel verändert die Gesellschaft so schnell und tiefgreifend, dass eine Auseinandersetzung mit den sich stellenden Fragen und Herausforderungen dringend notwendig ist.

Die FernUni Schweiz widmet eine Veranstaltungsreihe 2020/2021 verschiedenen Dimensionen dieser aktuellen Thematik und lässt dabei ihre vier Fakultäten zur Sprache kommen.

Zwei der vier Veranstaltungen finden im Oberwallis auf Deutsch und zwei im Unterwallis auf Französisch statt.

Langeweile und Kreativität | Wieso sich Roboter langweilen sollten

Donnersetag 21. Januar 2021, 18:30 Uhr, World Nature Forum, Bahnhofstrasse 9a, Naters

Die psychologische Forschung bestätigt, was man intuitiv selber spürt: Die menschliche Kreativität wird angeregt, wenn einem manchmal langweilig ist und wenn man die Gedanken wandern lassen kann. Doch wie misst man Langeweile, und wie kann man ihren Einfluss auf das menschliche Verhalten wissenschaftlich untersuchen? Welche technischen Instrumente gibt es, um derartige Regungen und Gefühlszustände im Menschen zu erfassen und zu studieren?

An der FernUni Schweiz setzt sich ein Team von Kognitionspsychologen mit den Voraussetzungen und Funktionen der menschlichen Langeweile auseinander. Die aktuelle Forschung zeigt, dass Langeweile in erster Linie signalisiert, dass eine Verhaltensänderung notwendig ist. Wenn man sich langeweilt, werden Alternativen interessanter. Langeweile löst Explorationsverhalten aus und sie scheint Kreativität zu fördern.

Mittels Studien am Computer kann die Langeweile bei verschiedenen Aufgaben gemessen werden. Damit lässt sich der Zusammenhang zwischen Langeweile und Explorationsverhalten erfassen und messen. Auch andere Faktoren – wie die Aufgabenschwierigkeit, die erwartete «Belohnung» und die Leistung – spielen eine Rolle. Schliesslich lässt sich die Frage stellen, ob es sich lohnen könnte, Langeweile künstlich zu generieren, um künstliche Intelligenz kreativer zu machen. Was braucht es, damit es einem Roboter langweilig wird?

Referentin:

Prof. Dr. Corinna Martarelli hat in Lausanne und Bern Psychologie studiert und an den dortigen Hochschulen gearbeitet bevor sie 2017 zur FernUni Schweiz stiess. Sie leitet eine Forschungsgruppe mit verschiedenen Projekten in den Labors der Fakultät für Psychologie in Naters und beschäftigt sich mit dem menschlichen Denken, mit mentalen Vorstellungen, Fantasie und Lernprozessen.

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